SV 98 Rosbach

Herren – Trotz schlechter Chancenverwertung klarer Erfolg

14.11.2011 ⋅ Herren

Erster Auswärtssieg gegen die HSG Wettenberg IV 16 : 25 (8 : 12)

 Zum Auswärtsspiel nach Wettenberg reisten die Rosbacher mit einem mulmigen Gefühl im Magen, denn schon gegen die „Oldies“ aus Kleenheim hatte sich die Mannschaft nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Davon ausgehend, dass Wettenberg als Tabellenletzter wohl ähnlich aufspielen würde, sollte eine Blamage auf jeden Fall vermieden werden. Obwohl die in der Vorwoche starke linke Seite mit Rainer Schauß und David Höhl ebenso wie Mirsad Valjevcic, Daniel Zschocke und Klaus Schmidt nicht mitwirken konnte, sollte die auflaufende Mannschaft stark genug sein, die Punkte in Wettenberg mitzunehmen.

Der Auftakt des Spiels verhieß aber nichts Gutes – die Rosbacher hatten Probleme mit der Chancenverwertung und die Hausherren erzielten nach langem Aufbauspiel einfache Tore, nachdem die Rosbacher Abwehr unaufmerksam geworden war. Bis zur achten Minute führte Wettenberg mit 3 : 2. Dann hatten sich aber die Gäste auf das Spiel der Heimmannschaft eingestellt und konnten bis zur 15. Minute eine 5 : 3 Führung herauswerfen. Von Wettenberg wurde das Spiel verschleppt und Rosbach schaffte es nicht, Tempo ins Spiel zu bringen. Erst in der restlichen Spielzeit der ersten Halbzeit konnte sich Rosbach etwas absetzen. André Düfer brachte Schwung ins Angriffsspiel und so konnte bis zur Pause ein Vorsprung von vier Toren beim 8 : 12 herausgeworden werden. Allein in diesen 30 Minuten wurden drei Siebenmeter verworfen und noch einige gute Chancen nicht verwertet. Das Spiel hätte zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden sein können.

Die gute Abwehrarbeit der ersten Hälfte wurde auch in der zweiten Halbzeit fortgesetzt und so gelang es Rosbach mehr und mehr, sich abzusetzen. Zur 45. Minute beim 11 : 18 war das Spiel entschieden. Den Hausherren fehlte die Kraft, um sich nochmal aufzubäumen und daher wechselte Rosbach munter durch. In der 53. Minute beim 13 : 23 hatte Rosbach erstmals zehn Tore Vorsprung, bis zum Ende konnte Wettenberg lediglich noch Ergebniskosmetik betreiben und den Endstand von 16 : 25 erzielen.

War die Abwehrarbeit der Rosbacher über weite Strecken des Spiels durchaus gut anzusehen, muss das Angriffsspiel noch erheblich verbessert werden. Auch wenn die Abläufe im Training immer wieder einstudiert werden, scheint im Spiel das große Vergessen einzusetzen. Und die Chancenverwertung selbst war fast indiskutabel zu nennen. Nach Schätzungen der mitgereisten Fans lag die Zahl der verworfenen freien Bälle deutlich im zweistelligen Bereich, es wären locker 35 oder gar 40 Tore möglich gewesen. Hier heißt es, die Abwehrarbeit auf dem erreichten Niveau zu halten, aber sowohl die Spielweise als auch die Torausbeute bedürfen dringend einer Verbesserung. Hier ist konsequentes trainieren angesagt.

Nach einem spielfreien Wochenende geht es am 19. November um 18.00 Uhr gegen die HSG Pohlheim IV, auch hier müssen die Rosbacher sich wieder auf einige ältere Spieler einstellen, die früher in höheren Klassen aktiv waren. Aber in Wettenberg hat die Mannschaft gezeigt, dass sie damit umgehen kann, daher sollte auch in diesem Spiel ein Sieg möglich sein. 

Der SV Rosbach spielte in folgender Aufstellung:

Torsten Wagner und Lukas Schmidt im Tor, Conny Stuckhardt (6), Andre Düfer, Ralf Morres (6), Christian Kötter, Florian Herrmann (2), Benjamin Brack (1), Thorben Welter, Stephan Walke (2), Holger Fuß (3), Andreas Creutz (5)

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